- Ein Veilchen auf der Wiese stand
- Gebückt in sich und unbekannt;
- Es war ein herzigs Veilchen.
- Da kam eine junge Schäferin,
- Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,
- Daher, daher,
- Die Wiese her, und sang.
- Ach! denkt das Veilchen, wär ich nur
- Die schönste Blume der Natur,
- Ach, nur ein kleines Weilchen,
- Bis mich das Liebchen abgepflückt
- Und an dem Busen matt gedrückt!
- Ach nur, ach nur
- Ein Viertelstündchen lang!
- Ach! aber ach! das Mädchen kam
- Und nicht in acht das Veilchen nahm,
- Ertrat das arme Veilchen.
- Es sank und starb und freut‘ sich noch:
- Und sterb ich denn, so sterb ich doch
- Durch sie, durch sie,
- Zu ihren Füßen doch.
Das Veilchen
… eine Ballade von Johann Wolfgang von Goethe
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- Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
Das Veilchen ist eine Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Den Text verfasste Goethe im Jahr 1774, woraufhin Das Veilchen ein Jahr später in der literarischen Zeitschrift Iris, die sich vor allem an Frauen richtete, veröffentlicht wurde.Das Werk weist Parallelen zu Goethes Heidenröslein auf.
» Balladen von Johann Wolfgang von Goethe «
Letzte Aktualisierung 20. Mai 2026, 15:23 UhrMonatliche Leser309✭ Beliebtes Werk➘ Abnehmende Beliebtheit
Das Veilchen von Johann Wolfgang von Goethe wurde von balladen.net heruntergeladen, einem kostenlosen Literaturprojekt von Jonas Geldschläger.
Quelle: https://balladen.net/goethe/das-veilchen/
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